Aus der Sicht der TCM verlangsamt sich im Winter der Stoffwechsel. Die Verdauung ist träge, wir scheiden nicht so viel aus, wie zu anderen Jahreszeiten. Das hat einen simplen und vor allem entwicklungsgeschichtlichen Hintergrund: der Körper ‚spart’ und ‚schützt’ seine Kräfte. Es weiß nicht, wie lange er mit seinen Reserven haushalten muss.

Noch bis vor hundert Jahren, war das sehr sinnvoll. Über Winter waren frische Nahrungsmittel nur sehr spärlich vorhanden.
Heute, in unserer übersättigten Luxus-Konsumgesellschaft, in der auf Schonzeit für Tiere und Natur nicht mehr geachtet wird, kostenintensiv und vor allem auf Kosten der Umwelt importiert wird, bedienen wir uns im Winter des gleichen Nahrungsmittelangebotes wie im Frühjahr, Sommer und Herbst. Es gibt keinen Unterschied mehr. Und da wir selbst auch verlernt haben, umsichtig und klug mit unserer Gesundheit und der Natur umzugehen, konsumieren wir ohne 'Wenn und Aber', als würde es kein Morgen geben …

Das hat zur Folge, dass der Körper viel zu viel Schlacken, in der TCM nennen wir dies ‚Feuchtigkeit/Nässe’ über Winter ansetzt und aufbaut und im Frühjahr kommt es dann – gepaart mit der hinzukommenden Wärme und Energie dieser kraftvollen Zeit – zu Erschöpfung und zu dem Gefühl, das Sie beschreiben … das Gefühl des ‚Aufgedunsenseins’.
Nicht selten gesellen sich dann auch noch Nässe/Hitze Erkrankungen dazu wie

  • Magen-Darmgrippen mit Durchfall
  • Husten mit viel (gelben, grünen) Schleim
  • Erkältungskrankheiten mit stark rinnender Nase (auch ‚Heuschnupfen’) und
  • letztlich auch alle juckenden nässenden Hauterkrankungen.

Um nur einige Symptome aufzuzählen.

Und dies alles, weil der KÖRPER durch falsche Ernährung (und auch falsches Verhalten) über den Winter GESCHWÄCHT ist.

Aus der Sicht der TCM schwächt nun jede Form von Entschlackungskur den Körper. Er bringt ihn aus seinem natürlichen Rhythmus. Wir sind durch und durch rhythmische Wesen. Bitte denken Sie nur an unsere Atmung, an unseren Herzschlag, an unseren Wach-Schlafrhythmus usw. 

Ihren Symptomen können Sie nur entgegenwirken, in dem Sie Ihren Körper STÄRKEN! Sie dürfen nichts tun, um ihn weiter zu schwächen!

Wie können Sie nun Ihren Körper STÄRKEN? In erster Linie einmal in dem Sie in Ruhe annehmen, WAS IST! Verschwenden Sie keine Energie darauf, sich darüber zu ärgern oder verzweifelt, depremiert oder frustriert zu sein! Sie kommen sonst in eine Spirale, die Sie zusätzlich belastet. Gehen Sie die Situation vor allem mit Gelassenheit an!

Beginnen Sie langsam Ihre Ernährung umzustellen. Richten Sie Ihr Augenmerk auf das Frühstück (Sie finden auf meiner Facebook-Seite viele Anregungen dazu). 
Starten Sie langsam mit einem sanften Bewegungsprogramm. Gehen Sie in den frühen Morgenstunden oder in einer anderen Tagespause bis 17 Uhr zügig spazieren. Verzichten Sie auf das Abendessen. Und bedienen Sie sich der frischen Frühjahrskräuter in dem Sie diese in allen Variationen in Ihre Ernährung einbauen.