Kräuter

In China wurden bereits vor 5000 Jahren Heilmittel aus der Natur hergestellt.
Pflanzen, Tiere und Steine wurden für die Zubereitung von Tinkturen und Salben herangezogen.

Dank einer dichten Überlieferungskette kennen wir heute das Wirkungsspektrum von etwa 600 Kräutern.
Durch Trocknen, Rösten (in Essig, Wein, Ingwersaft, Honig usw.),
Hydrolysate (vesetzen der Stoffe mit Wasser) oder Alkoholauszüge
werden diese vorbehandelt und haltbar gemacht.

Für die Zusammenstellung und die Dosierung ist eine umfangreiche Anamnese sowie ein exakter Befund nach TCM notwendig.
Normalerweise wird eine Hauptarznei des Leitsyndroms mit unterstützenden und harmonisierenden Kräutern zu individuellen Rezepturen vermischt.
In Europa werden viele 'alte' und bewährte Rezepturen als Fertigmischungen in Apotheken angeboten.

Immer mehr wachsen die chinesische und die europäische Kräuterheilkunde zusammen. Sie bieten in Kombination angwendet eine hervorragende Grundlage zur Wiederherstellung der Gesundheit.

Das Arbeiten mit westlichen Kräutern birgt allerdings immer die Gefahr der abgeschwächten Wirkung in sich, da unsere heimischen Kräuter übermäßig und zweckentfremdet - oft auch bedenkenlos als Frühstückstee - eingesetzt werden.

Ein Beispiel: Viele Menschen trinken täglich Pfefferminztee: Die Pfefferminze ist ein stark wirkendes Kraut mit intensiver Heilwirkung. Es wirkt u.a. kühlend, krampflösend und keimtötend. Der häufige Konsum von Pfefferminztee lässt auf Dauer die Minze ihre Wirkung verlieren. Es tritt der Gewöhnungseffekt ein.