Das Leben einer Milchkuh und die grosse Milch- Lüge

'Milch'-Kühe werden nur noch zur Milchproduktion gehalten. Reproduktion (‚Fortpflanzen’) und Laktation (‚Milchgeben’) sind daher auf das effizienteste durchrationalisiert. Denn jeder Tag, an dem eine Kuh keine Milch gibt, ist ein unnötiger Kuhtag, ein unnötiger Kostenfaktor, denn so ein Tier muss fressen, ca. 50 kg Futter täglich. Eigentlich ist sie keine Kuh mehr, welch altmodischer Begriff aus ferner Zeit, sondern eine Produktionseinheit. Das Leben dieser Produktionseinheit verläuft heute im Schnitt so:

Geben wir ihr, der Kuh einen Namen, z.B. Helene.

Die Geschichte von HELENE
- deren Milch wir trinken und deren Fleisch wir essen-

Ihre Geschlechtsreife tritt im Alter von 7 - 8 Monaten ein. Helenes erste Besamung findet im Alter von etwa 15 Monaten statt, der Trend geht allerdings zu immer früheren Besamungen. Ausschlaggebend dafür ist ihr Lebendgewicht von etwa 400 kg. Anschließend ist Helene etwa neun Monate trächtig. Ungefähr mit 24 Monaten kalbt sie das erste Mal.
Das Kälbchen, nennen wir es Anni, wird ihr sofort genommen; es darf nicht einmal an ihrem Euter saugen. Die Kühe sind danach tagelang unruhig, muhen und suchen nach ihrem Kälbchen, da die Bindung der Mutterkuh zu ihrem Kalb sehr stark ist. Alle männlichen und die meisten der weiblichen Kälber werden für zartes Kalbfleisch getötet. Dieses Schicksal erleiden jedes Jahr weltweit 3-4 Millionen Kälber im Alter von 3 bis 4 Monaten.

Die erste Kolostralmilch erhält Anni aus dem Nuckeleimer. Anni wird zukünftig über sog. Milchaustauscher ernährt. Würde sie nämlich die Milch der eigenen Mutter aus ihrem Euter saugen, würde sie möglicherweise krank, bekäme Durchfälle und Infektionen. Denn ihre Verdauungsorgane sind auf den hohen angezüchteten Milchfettgehalt ihrer Muttermilch nicht eingerichtet. Deshalb kann sie nur mit einer entfetteten Milch ernährt werden. Und wenn sie am Euter saugte, müsste man Angst haben, dass Mutter und Tochter sich Infektionen zuzögen, und Helene würde für die von ihr erwartete Milchleistung zu wenig Futter fressen. Zudem bräuchte sie länger bis sie wieder brünstig würde, was ihre Anschlussbesamung verzögern würde. Solch kostenträchtige Risiken werden von vornherein ausgeschaltet, in dem Anni unnatürlicherweise nicht ihre Muttermilch erhält. Aber auch die Molkerei bekommt von der Kolostralmilch nichts ab, denn die erste Milch, die Helene 5 Tage lang nach dem Kalben gibt, darf nicht an die Molkerei abgegeben werden, weil sie zum menschlichen Genuß (Hormone!) ungeeignet ist. Endlich, am 6. Tag nach dem Kalben darf Helenes Milch für den menschlichen Verzehr genutzt werden. So beginnt Helene nach etwa 24 Lebensmonaten ihre Milchproduktion für uns Menschen.

Ca. 310 Tage gibt sie Milch, dann ist eine durchschnittliche Laktationsperiode heutzutage zu Ende. Wäre Helene nicht bald nach ihrer ersten Geburt wieder besamt worden, dann stünde sie nach Ende der Laktation ohne wirtschaftlichen Nutzen im Stall herum, was selbstverständlich nicht sein darf. Deshalb wird sie nach einer Wartezeit von 6 bis 8 Wochen, auf Annis Geburt folgend, erneut besamt. Bei Helene gelingt die neue Befruchtung, was bedeutet, dass sie während der weiteren Zeit ihrer Laktation gleichzeitig schwanger ist. Während ihr Körper "Milch gibt", entwickelt sich in ihm gleichzeitig ein neuer Embryo zum Kalb. Das 2. Kälbchen wächst innerhalb weiterer 9 Monate in ihrem Körper heran. Ca. 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin für das 2. Kälbchen, genannt Hubert, wird Helene vor der Geburt "trockengestellt", so der Fachausdruck, was i.d.R. medikamentös (Antibiotika oder Hormone) geschieht. Denn diese Milch, die sie bis kurz vor der Niederkunft geben würde, wäre ebenso wenig wie die Kolostralmilch für den menschlichen Verzehr geeignet. Deshalb kann man auf diese letzte Milch vor der Geburt leicht verzichten. Nachdem Hubert, Helenes 2. Kalb zur Welt gekommen ist, beginnt der Kreislauf von Neuem. Helene ist jetzt etwa 36 Monate alt. Erneut wird ihr das Kalb genommen, ab dem 6. Tag produziert sie wieder Milch für uns, darf 6 - 8 Wochen frei von Schwangerschaft sein um dann erneut besamt zu werden; sie gibt wieder Milch während sie gleichzeitig trächtig ist, wird vor dem Abkalbungstermin wieder mit Medikamenten trockengestellt, kalbt erneut und ein neuer Zyklus beginnt. Mit der 3. Laktation hat Helene ihren Milchlieferungszenit erreicht und schon überschritten. Ihre Kräfte lassen nach. Schwangerschaft und gleichzeitige Laktation, Trockenstand, Geburt, während der Laktation erneute Besamung und Schwangerschaft. Eine solche Nutzung hält kein Tier auf Dauer aus. So beginnt die Milchleistung meist schon in der 4. Laktationsperiode abzunehmen. Und nach der 5. Laktation wird sie unökonomisch. So kommt Helene, die den Stress von insgesamt 6 Schwangerschaften und Geburten, 5 Laktationsperioden mit 5 parallelen Schwangerschaften überlebt hat, mit ca. 7 Jahren ins Schlachthaus. Hubert kam mit 3 Monaten ins Schlachthaus.

Helene war nach heutigen Maßstäben eine gute Kuh, ihr Leben hat sich für den Erzeuger mehr als gelohnt im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleginnen. Sie kommen ihre Erzeuger nämlich teuer zu stehen, wenn ihre Körper zu wenig Milch gegeben haben oder sie in den Befruchtungsstreik getreten sind. Sie mussten früher ins Schlachthaus als Helene, weil eine neue Anschlussbefruchtung sich nicht gelohnt hätte oder gescheitert war. Und das hat die Kosten für ihre Aufzucht als Milchkuh im Verhältnis zu ihrer späteren Milchleistung, sprich Ausbeute, erheblich erhöht. Da war Helene eine richtige Musterschülerin.

Die Produkte von Helene sind für den Menschen völlig ungeeignet:

Kuhmilch mit ihrem hohen Kalziumgehalt, dient in erster Linie dazu, das Knochengewicht des Kalbes in kürzester Zeit zu verdoppeln. Menschliche Muttermilch hingegen enthält doppelt so viele Kohlenhydrate und mehr, vor allem qualitativ hochwertigere, ungesättigte Fettsäuren, die für die Gehirnbildung wichtig sind. 60% des Gehirns besteht aus Fettsubstanz, und das Gehirn eines Babys vergrößert sich in den ersten zwei Jahren auf das Siebenfache! Weiters ist das Kuh-Milch-Kalzium durch seine Struktur für uns Menschen nicht verwertbar ist. Das Kalzium der Milch ist an das (mikroskopisch betrachtet) große Kasein gebunden und ist zu groß um die Blutgefäße zu verlassen. Um dieses Kalzium zu spalten und abzubauen benötigt der Körper körpereigenes Kalzium. So entsteht eine Negativbilanz, also Kalziummangel

Sie kennen den Satz: Käse schließt den Magen?

In der Tat! Käse verschließt Magen und Darm, denn der im Käse enthaltene Kalk, das Phosphor und das Eiweiß bilden zusammen mit Magensäure schwerverdaulichen Kleister, der sowohl den Magen als auch den Darm stark verklebt, so das Vitamine und Mineralstoffe (z. B. aus Obst und Gemüse) nur schwer aufgenommen werden können. Käse entsteht bei der Zersetzung durch Bakterien. Nachdem diese alles Verdaubare verwertet haben, schimpft sich dieses Produkt "Käse". Diesen unverdaubaren "Abfall", legen wir uns dann aufs Brot.

Folgende Erkrankungen werden nach neuesten Studien in Zusammenhang mit Milchkonsum gebracht: [1]

1.      Lungenerkrankungen wie z.B. Asthma

2.      Schwächung des Immunsystems, macht anfällig für Virusinfektionen

3.      Pickel, Verunreinigungen der Haut, Neurodermitis

4.      Durchfall und/oder Verstopfung und andere Darmerkrankungen

5.      Allergie: Milch ist der Hauptverursacher von Allergien, sie verursacht so genannte Sekundärallergien, also Allergien gegen andere Lebensmittel

6.      Verkalkung der Arterien und somit erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Cholesterin, Bluthochdruck, Schlaganfall

7.      Krebs, besonders Eierstock- und Prostatakrebs, Leukämie

8.      Autoimmunkrankheiten wie Diabetes Typ 1 (wird ausschließlich von Milch und seinen Produkten verursacht)

9.      Unfruchtbarkeit bei Frauen und Verkrüppelt Spermien, verlangsamt sie auf ein Drittel und reduziert die Produktion selbiger auf ein Drittel

10.  Multiple Sklerose, Osteoporose und andere Knochenprobleme

11.  Kalzium- und Eisenmangel

Meiden Sie den Konsum von Milch und Milchprodukten.


[1] http://equapio.com/de/gesundheit/ernaehrung/milch/#c1546

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Anmerkung: Kolostral- oder Biestmilch wird die Milch der ersten 5 Tage nach der Kalbung genannt.

Quelle: www.milchlos.de